Am 1. Mai 2003 war es wieder soweit: der mittlerweile zur Tradition gewordene Pilgerritt nach Kallmuth sollte starten. Inge hatte ihre Pferde schon am Tag vorher gebracht, sie standen bei mir im Hof im Ausweichpaddock. Christel war auch einen Tag früher eingetroffen, sie sollte Inges Pacco reiten. Leider war auch das Wetter wieder traditionsgemäß: kalt, windig und überhaupt kein Tiamo-Reitwetter. Entsprechend war mein Pferd auch gelaunt.
Inge fiel leider kurzfristig wegen einer Verletzung aus und 2 Mitreiter vom Niederrhein hatten auch noch abgesagt. Also waren wir nur noch zu viert unterwegs: Christel, Christine, Alexandra - meine Tochter und ich. Mein Sohn ritt mit dem Trupp der Nachbarin mit. Etwas zu spät machten wir uns auf den Weg. Trotzdem ließen wir uns Zeit und kamen leider auch etwas zu spät in Kallmuth an. Der „Bruch“ war schon verteilt worden (an dieser Stelle vielen Dank an Inez aus Kallmuth, die uns den Bruch noch besorgt hat. Das Andenken sollte ja doch nicht fehlen.) und die Prozession schon unterwegs.
Nun hatte Tiamo Zeit sich die Fähnchen und Maibäume anzusehen, welche er in dem Trubel das Jahr vorher anscheinend nicht bemerkt hatte. Als Lady, Christianes Pferd dann auch noch signalisierte, dass die Dinger gefährlich sein könnten, haben wir die alten Hasen vorgelassen. Danny und Pacco stiefelten an den Flatterdinger vorbei als ob diese alltäglich wären.
Nach kurzer Zeit hatten wir die Prozession eingeholt und schlossen uns an. Als wir an der Wiese ankamen, auf der die Messe stattfinden sollte, brach, wie auch letztes Jahr, die Sonne durch die Wolken, so dass wir die Messe über nicht frieren mussten. Dieses Mal funktionierte auch das Mikrofon, so dass man wirklich etwas von der Messe mitbekommen konnte. Die Wegzehrung und die Getränke hatten wir Inge mitgegeben, welche mit dem Auto nachkam, somit waren wir gut versorgt.
Nach Beendigung der Messe ging die Prozession wieder zurück nach Kallmuth zur Startwiese und die Pferde wurden unterwegs vom Pastor gesegnet. Pünktlich zur Ankunft an der Startwiese fing es an ungemütlich zu werden (Regen und kalter Wind gleichzeitig) und wir beschlossen den Heimweg direkt wieder anzutreten. Der Heimritt verlief ruhig und ereignislos, der Regen hörte nach kurzer Zeit wieder auf und ich konnte mein Pferd wieder besteigen, welcher zwischenzeitlich Regen mit Wind nicht als Reitwetter deklariert hatte. Pünktlich zum Grillen kamen wir wieder in Glehn, unserem Startpunkt, an. Essen fassen fand dann allerdings wegen Temperaturproblemen in unserem Wohnzimmer statt.
Ich freue mich schon auf das nächste Mal, auch wenn ich mich dann wieder fragen werde, warum ich mir das bei dem Wetter antue.
Autor: Claudia Schultheiss
last update 31.10.2003